Chrom(e)atisch

Google Chrome

Google Chrome

Seit kurzem ist die erste Nicht-Beta-Version von Google Chrome verfügbar. Nachdem der Internet Explorer eine zweimonatige Chance vergab, sich nach einer Neuinstallation von Windows 7 auf meinem Computer zu bewähren, fliegt der Microsoft-Browser nun ohne ein Gefühl der Reue in die Tonne.  Zu viele „Internet Explorer funktioniert nicht mehr“-Meldungen und zu viel erfolgloses Suchen „nach einer Lösung“ hat mir verdeutlicht, dass man jene eben zuweilen manuell finden muss.

Chrome läuft jetzt seit einem Monat als mein Standard-Browser und ich habe noch keine nennenswerten Schwächen entdeckt. Mit der neuen Version 4.irgendwas ist Chrome beliebig erweiterbar – ein Feature, bei dem der Firefox bislang die Nase vorn hatte. Mit den Chrome-Erweiterungen kann ich zum Beispiel Facebook-Aktivitäten verfolgen, ohne die aktuelle Seite wechseln zu müssen – ein Klick auf den kleinen Facebook-Button neben der Adressleiste genügt. Auch gibt es eine Erweiterung, die Chrome wieder ein bisschen zum Internet Explorer macht – grausige Vorstellung, aber manche Websites (vorzugsweise die von Microsoft) sind nun mal für den „Funktioniert-nicht-mehr“-Browser optimiert und würden ansonsten unter Chrome fehlerhaft angezeigt werden.

Google schafft mit Chrome zudem etwas, woran die anderen Browserhersteller vermutlich nicht im Entferntesten denken: Google emotionalisiert sein Produkt. Erst heute bin ich auf die originelle Idee gestoßen, dass man Chrome verschenken kann. Hübsch eingepackt in verschiedene Designer-Verpackungen hüpft das dreidimensionale Browser-Logo dem Beschenkten dann entgegen, inklusive eines persönlichen Grußes. Ich find’s niedlich. Nun mag man an dem Nutzen zweifeln, ein ohnehin kostenloses Produkt zu verschenken. Doch neben einer ohne Zweifel dafür ansprechbaren studentischen Zielgruppe finden sich bestimmt auch andere Menschen, für die eine solche Aktion der Auslöser für einen Browserwechsel ist. Aus werbepsychologischer Sicht ist die Emotionalisierung ein kleiner Vorteil, den sich Chrome in der User-Wahrnehmung schafft.  Weiter so!

(Nein, ich werde weder von Google hierfür bezahlt, noch liegt mein Enthusiasmus daran, dass ich gegebenenfalls momentan eine besondere Affinität zu dem Unternehmen habe.)

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